
[Bild: Christian Herse --- Peter Leidig kommt aus der Malerei und hat die Fazination der Modulkunst für sich entdeckt.]
Was für die einen der Pinsel und die Farbpalette sind, ist für Peter Leidig die Fußmatte und der Schaumstoff. Eine ganz individuelle Kunst hat der Lehrer für sich entdeckt und perfektioniert. Nun präsentiert er seine 28 Werke in der Alten Engelsvilla in Braunswerth. Während er früher begnadeter Maler war, reizt ihn heute das Spiel mit echten Materialien: „Es macht für mich den besonderen Reiz aus, wie die Farbgebung wirkt. Ein Effekt, den ich mit Pinsel niemals hinbekommen hätte.“
Besonders die Modellwirkung von Tiefe zur Fläche oder Komplementärfarben sorgen für besondere Kontraste. „Ich möchte eine Polarität erreichen, wie sie auch beim Menschen vorkommt. Aggression steht der Defensive gegenüber, was ich in meinen Bildern auch ausdrücken möchte.“ Die klaren Linien und Strukturen sorgen in Leidigs Werken dafür, dass der Betrachter sich gedanklich mit einbringen muss und sein eigenes Bild gestalten kann.
Leidig fertigt seine Werke in Modulen zusammen, die jeweils für sich stehen, aber nur in Kombination mit anderen vollendet wirken. Dies habe den Vorteil, dass jeder seine Bilder auf Wunsch erweitern und verändern kann, was bei gemalten Bildern unmöglich ist. Dazu verwendet er Materialen, die normal im Baumarkt käuflich sind. Noch bis zum 2. Oktober können Interessierte „Bausteine“ in der Galerie Diele in den Räumen des Bergischen Abfallverbandes betrachten.